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Produktion von A bis Z

Sieben Jugendliche von Realschulen und Gymnasien aus verschiedenen Städten haben die ersten drei Tage ihrer Osterferien genutzt, um sich in drei Betrieben des Märkischen Kreises einen Einblick in technische Berufe zu verschaffen.

„Eine Premiere“, sagt Tharsika Sivalingam vom Netzwerk Zukunft durch Innovation (ZdI), einer Gemeinschaftsinitiative zur Förderung des naturwissenschaftlichen und technischen Nachwuchses in NRW. Gewonnen werden konnten die Firmen Sundwiger Messingwerke aus Hemer, in dem es um den Beruf des Verfahrensmechanikers ging, die Lumberg Connect GmbH aus Schalksmühle – dort lernten die Jugendlichen den Beruf des Werkzeugmachers kennen – und die Lüdenscheider Firma Metoba, in der sie einen Einblick in die Ausbildung zum Oberflächenbeschichter erhielten.

Die drei Firmen arbeiten eng zusammen. Im Messingwerk erfuhren die Schüler, wie Metalllegierungen zusammengestellt, geschmolzen und gegossen werden, um diese anschließend auf die richtige Dicke zu walzen. Bei Lumberg konnten sie einen Schlüsselanhänger konstruieren und die nächsten Bearbeitungsschritte wie Bohren und Fräsen auf einer computergesteuerten Fräsmaschine selbst vornehmen. Am Mittwoch bearbeiteten sie bei Metoba die Endoberfläche des Schlüsselanhängers und veredelten sie mit einer Nickel- und Goldschicht – Produktion von A bis Z. Stolz hielten sie ihre Anhänger, auf die sie ihren jeweiligen Namen eingraviert hatten, beim Fototermin in die Kamera.

Gefallen hatte es nach eigenem Bekunden allen. Ob sie nach ihrer Schullaufbahn einen der drei Berufe ergreifen und eine entsprechende Ausbildung machen, konnten die 14- und 15-Jährigen noch nicht sagen, aber interessant sei es auf jeden Fall gewesen.

Um die Betreuung der Jugendlichen in den Betrieben kümmerten sich die jeweiligen Ausbildungsleiter – Jörg Heitmann (Messingwerk), Martin Albrecht (Lumberg) und Tino Pulios (Metoba). Unter dem Titel „Mach MI(N)T und entdecke die Welt der Technik“ lief die Premiere, bei der es nach Angaben aller Beteiligten nicht bleiben soll. „Im nächsten Jahr soll es das Angebot wieder geben“, sagt Tharsika Sivalingam. Tino Pulios freute sich über das „super Engagement“ der Jugendlichen.

„MINT“-Fächer ist die Bezeichnung für Unterrichts- und Studienfächern aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, für die Interesse geweckt werden soll.

Quelle: come-on.de