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Blick unter die Oberfläche

Eine Ausbildung zum Oberflächenbeschichter – angesichts einer solchen Perspektive verfällt nicht jeder Jugendliche auf Berufssuche gleich in Euphorie. Könnte er aber durchaus, meinen zumindest Kenner der Branche. Einer dieser Branchen-Insider ist Frank Tischlinger, Bildungsleiter für Oberflächenbeschichtung am Technischen Berufskolleg Solingen.

Die Bildungseinrichtung im Bergischen Land ist einer von nur drei großen Berufsschulstandorten in Deutschland, die die Beschulung angehender Oberflächenbeschichter anbieten. Auch Auszubildende von Fachbetrieben im Märkischen Kreis besuchen dort den Blockunterricht.

Tischlinger und seine Lehrerkollegen waren nun mit rund 65 künftigen Oberflächenbeschichtern des Solinger Berufskollegs zu Besuch beim Lüdenscheider Veredlungsspezialisten Metoba. Den Kontakt zwischen Firma und Berufskolleg hatte Tino Pulios, Ausbildungsleiter bei Metoba, hergestellt. Die Metoba-Azubis gehen ebenfalls zum Solinger Berufskolleg.

Im Zentrum der Visite stand für die jungen Besucher ein Rundgang durch die Metoba-Hallen. Dabei sollten sie praktische Betriebsabläufe in Augenschein nehmen. Sowohl Pulios wie auch Tischlinger und Metoba-Geschäftsführer Dr. Sven Hering warben an diesem Vormittag für den Beruf des Oberflächenbeschichters. Ihre Botschaft: Oberflächenbeschichter – früher Galvaniseure genannt – werden von den Unternehmen gesucht und haben einen krisenfesten Beruf. Schließlich würden in einer modernen Industriegesellschaft, weiß Pulios, fast alle Produkte beschichtet – von der Brille bis zum Kamerabauteil. Und die einstigen Umwelt- und Gesundheitsprobleme in der Galvano-Technik habe man längst im Griff. Frank Tischlinger: „Das ist heute ein sauberer Beruf.“

Quelle: Lüdenscheider Nachrichten